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Was genau passiert?
Nach dem Update auf Version 2601 (Build 19628.20150), das am 27. Januar 2026 ausgerollt wurde, wandelt das klassische Outlook bestimmte Zeichen beim Senden in Fragezeichen um. Betroffen sind:
- Deutsche Umlaute: ä, ö, ü, Ä, Ö, Ü, ß
- Akzentzeichen: é, è, ñ, ç und weitere diakritische Zeichen
- Symbole: ® (Registered), £ (Pfund), « » (Anführungszeichen) und andere Nicht-ASCII-Zeichen
Das Tückische: Im Outlook-Editor sieht die E-Mail noch korrekt aus. Erst nach dem Senden erscheinen die Fragezeichen — sowohl beim Empfänger als auch im eigenen Ordner „Gesendete Elemente". Die Ursache liegt in einer fehlerhaften Zeichenkodierung (Encoding), die durch das Update eingeführt wurde.
Wer ist betroffen?
Der Bug betrifft ausschließlich das klassische Outlook für Windows im Microsoft-365-Kanal. Konkret:
- Betroffen: Outlook Classic ab Version 2601, Build 19628.20150
- Nicht betroffen: Outlook Web (OWA), das neue Outlook für Windows, Outlook für Mac, Outlook Mobile
Bei unseren betreuten Kunden sehen wir, dass besonders Unternehmen mit automatisiertem E-Mail-Versand — etwa über Dokumentenmanagementsysteme oder ERP-Systeme — verstärkt betroffen sind, weil dort häufig Sonderzeichen in standardisierten Vorlagen verwendet werden.
Drei Workarounds, die sofort helfen
Microsoft hat den Bug bestätigt und arbeitet an einem Fix. Bis dahin gibt es drei bewährte Workarounds:
Workaround 1: Zeichenkodierung auf UTF-8 umstellen (schnellste Lösung)
- Öffnen Sie Outlook und navigieren Sie zu Datei → Optionen → Erweitert
- Scrollen Sie zum Abschnitt Internationale Optionen
- Ändern Sie die bevorzugte Codierung für ausgehende Nachrichten auf Unicode (UTF-8)
- Bestätigen Sie mit OK und starten Sie Outlook neu
Dieser Workaround behebt das Problem in den meisten Fällen sofort. Beachten Sie: Falls Ihr Unternehmen die Outlook-Einstellungen per Gruppenrichtlinie (GPO) verwaltet, muss die Änderung dort zentral vorgenommen werden.
Workaround 2: Neues Outlook oder OWA verwenden
Wechseln Sie vorübergehend auf Outlook Web Access (OWA) über outlook.office.com oder auf das neue Outlook für Windows. Beide Varianten sind von dem Encoding-Bug nicht betroffen.
Workaround 3: Rollback auf die vorherige Version
Falls die UTF-8-Umstellung nicht greift, können Sie Outlook auf die letzte fehlerfreie Version zurücksetzen:
- Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator
- Führen Sie folgenden Befehl aus:
- Warten Sie, bis das Downgrade abgeschlossen ist
- Deaktivieren Sie vorübergehend automatische Updates unter Datei → Office-Konto → Updateoptionen → Updates deaktivieren
Wichtig: Vergessen Sie nicht, die Updates wieder zu aktivieren, sobald Microsoft einen Fix veröffentlicht.
Wie geht es weiter?
Microsoft hat das Problem offiziell als Service Incident eingestuft und bestätigt, dass das Outlook-Team an einer Lösung arbeitet. Ein konkreter Zeitplan für den Fix wurde bisher nicht kommuniziert. Wir empfehlen, die Microsoft-Supportseite zum Thema im Auge zu behalten.
Aus unserer Sicht als Managed Service Provider zeigt dieser Vorfall einmal mehr, wie wichtig ein kontrolliertes Update-Management ist. Wer Office-Updates ungefiltert ausrollt, riskiert genau solche Situationen. Mit einem gestaffelten Rollout — bei dem Updates zunächst auf Testsystemen geprüft werden — lässt sich das Risiko deutlich reduzieren.
Fazit: Umlaute-Bug schnell beheben, langfristig vorbeugen
Der Outlook-Umlaute-Bug in Version 2601 ist ärgerlich, aber mit den richtigen Workarounds schnell behoben. Die UTF-8-Umstellung ist in den meisten Fällen der einfachste Weg. Für Unternehmen, die auf ein stabiles E-Mail-System angewiesen sind, lohnt sich zudem ein Blick auf das eigene Update-Management.
Sie benötigen Unterstützung bei der Umsetzung der Workarounds oder möchten Ihr Update-Management optimieren? Wir helfen Ihnen gerne — schnell, unkompliziert und persönlich.
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